Scandinavia
I'm in Love
Teil 3

Für die Ungeduldigen gibt es zuerst wieder einmal die Bilder.

Und weiter unten dann den Bericht ;-)


Fotografische Ausrüstung

Bis auf wenige Ausnahmen (iPhone, Drohne) sind alle hier gezeigten Aufnahmen mit Kameras und Objektiven aus dem Fujifilm X-System gemacht worden.

 

Als Kameras habe ich die X-PRO2 und ein Vorserienmodell der X-T2 im Einsatz.

Natascha fotografiert mit der X-T1.


Heute fahren wir weiter in Richtung Funäsdalen. 

Genau...- nach links abbiegen ;-)

Irgendetwas vergisst man ja immer - diesmal ist es das Stativ von Natascha. Ich könnte schwören ich hätte es eingepackt...aber es ist nicht da!

Und tatsächlich finden wir in Funäsdalen einen kleinen Fotoladen wo ich ein Ersatzstativ kaufe.

Dort entdecken wir außerdem direkt beim Fjällmuseum ein Cafe´ mit Waffeln - was will man mehr?

Wir fahren weiter durch das Kalfjäll-Gebiet welches landschaftlich wirklich atemberaubend ist. 

Die Landschaft erstrahlt in herbstlichen Farben, dunkle Wolken werfen dramatisch ihre Schatten auf die bergige Landschaft.

Man kann sich kaum von diesem Anblick lösen. "Wahnsinn" - "toll" - "unglaublich" sind die meistgenutzten Adjektive dieser Fahrt.

Mir spukt schon seit Tagen ein bestimmtes Motiv im Kopf herum: Ein Rentier am Ende der Straße. Als ich es endlich sehe weht ein so starker Wind, dass ich selbst mit Stativ die Kamera kaum ruhig halten kann.

Nun habe ich zwar mein Motiv abgelichtet - leider aber technisch nicht perfekt. Trotzdem liebe ich dieses Bild!

Da wir in den nächsten Tagen den Sarek Nationalpark erreichen möchten, sparen wir uns heute eine längere Wanderung und erreichen gegen Abend unser nächstes Nachtquartier. 

Eigentlich hatten wir uns auf wildes Campen eingestellt. Denn die in den Führern markierten Campingplätze haben allesamt geschlossen. Aber immer wieder finden wir nette Campingplätze die nirgendwo vermerkt sind. So auch heute wieder....

Am nächsten Morgen frühstücken wir in der gemütlichen Stube gigantisch große Sandwichs und weiter geht es zum Wasserfall Ristafallet.

Der Wasserfall Ristafallet liegt im Westen der schwedischen Provinz Jämtland am Åreälven. Hier wurden auch Teile des Films Ronja Räubertochter nach dem gleichnamigen Buch von Astrid Lindgren gedreht.

Auf dem Weg kommen wir am Lagerverkauf von Lundhags vorbei...und verlassen diesen mit einigen vollgepackten Einkaufstüten ;-)

Der Campingplatz liegt grandios direkt am Wasserfall und wir sind die einzigen Gäste.

Gerade als ich die Drohne starte kommt der Besitzer und fragt mich ob ich nicht eine Aufnahme des Campingplatzes aus der Luft für ihn machen könnte. 

Ganz aktuell ist im November 2016 in Schweden die Nutzung von privaten Drohnen komplett verboten worden. Da hatten wir noch Glück...allerdings fliegen wir auch nur dort wo niemand gestört wird. Das ist natürlich außerhalb der Saison im hohen Norden einfach.

Ristafallet

Es ist Wasserfall-Zeit! Heute geht es zum Tännforsen - einem der mächtigsten Wasserfälle Schwedens.

Das Wetter soll wechselhaft werden und so beeilen wir uns zum Wasserfall zu gelangen.

Auch hier ist der Parkplatz noch leer und wir sind mal wieder vollkommen alleine unterwegs.

Der See Tännsjön ergießt sich über den Tännfors in den 37 Meter tiefer gelegenen See Östra Noren. Das Gebiet rund um den Wasserfall ist Naturschutzgebiet und leicht zugänglich.

Tännforsen

Der See Östra Noren

Fotografieren macht natürlich hungrig und die Stube am Parkplatz sieht vielversprechend aus.

Nach Kaffee und Blaubeerentorte mit Vanillesoße  geht es weiter nach Strömsund. Die Stadt ist kein Highlight der Reise und wir verbringen hier nur eine Nacht um dann weiter in Richtung Norden zu fahren. 

Am 10.09.2016 ist es dann soweit. Es regnet. Es ist grau, diesig, und ungemütlich.

Ideal um ein paar Kilometer zu schaffen - denn heute wollen wir auch den Polarkreis passieren.

Die Straße von Strömsund nach Svaningen heißt offiziell Bear-Road, denn in den angrenzenden Wäldern leben viele Bären. Bis auf viele Elch-Jäger die am Straßenrand auf ihren Stühlen sitzen sehen wir allerdings kein Raubtier.

Diese nasse Straße verdreckt unser Wohnmobil komplett. Türgriffe, Lampen, Fenster - alles ist voll mit zähem Schlamm.

Ein paar Kilometer später läuft direkt vor uns eine Elchkuh mit zwei Jungen über die Straße. Leider sind die Tiere - gerade auch in der Jagdsaison - viel zu scheu als dass man auf die Schnelle ein gutes Foto machen kann...aber was nicht ist kann ja noch werden...

Als unserem Weg nach Kvikkjokk kommen wir durch Storuman wo wir kurz einkaufen und tanken. An der Tankstelle höre ich ein Bollern und Hämmern und eine Männerstimme die um Hilfe ruft.

Während Natascha den "Wilden Mann" - eine 7 Meter hohe knallig rot-grüne Skulptur - fotografiert befreie ich den verzweifelten Mann aus der Toilette - weder er noch die Angestellten vermochten die Türe zu öffnen ;-)

Jedes Jahr wird eine Person die sich um das Land verdient gemacht hat zum wilden Mann gekürt. Ich vermute für den Eingeschlossenen stehe ich diesmal ganz oben auf der Liste.

Kurz vor unserer Ankunft in Kvikkjokk reißen die Wolken auf und das Licht kehrt zurück!

In einem Blog hatten wir von einem tollen Campingplatz mit Mountainlodge in der Nähe gelesen - und tatsächlich finden wir diesen genau wie beschrieben 17KM vor Kvikkjokk.

Wir sichern uns einen Platz direkt am See - es ist fantastisch! Hier werden wir 3 Nächte bleiben, um zumindest die Randgebiete des Sarek ein wenig zu erkunden. 

Direkt am See

Die nächsten Tage sind geprägt von Wanderungen, Bootsfahrten, Sonne, Polarlichtern und der Bekanntschaft von Al und Alison.

Am ersten Abend ist das Licht schon mal vielversprechend ;-) - und wir freuen uns auf die kommenden Tage und Nächte!