Bali
Teil 2/2


Equipment

Ich nutze zur Zeit ausschließlich Kamera's und Objektive von Fuji.

Es ist ein fantastisches System welches stetig wächst.

Auf der Reise habe ich die beiden Kameras X-T1 und X-E2 sowie die Objektive XF 55-200mm, 10-24mm, 56mm, 35mm, 18mm und das 18-55mm.


Bali Teil 2/2

Die Zeit vergeht viel zu schnell. Auf der Rückfahrt nach Sanur besuchen wir einen weiteren Tempel mit dem Namen Goa Gajah. Dieser stammt aus dem 9. Jahrhundert.

Dort gibt es auch heilige Quellen - man soll sich mit dem Wasser das Gesicht benetzen.

Magic Tree

Praying

Eigentlich sollte der Tag ja ganz entspannend sein. Aber der heutigen Hitze ist es wohl geschuldet das wir trotzdem ziemlich fertig in Sanur ankommen.

Trotzdem beschließen wir für die nächsten 2 Tage einen weiteren Ausflug.

Es wird mit dem Scooter in Richtung Pandang zur blauen Lagune und danach weiter in Richtung Ahmed gehen.

Als ich am nächsten Morgen aufwache wird mir schlagartig bewusst das heute Weiberfastnacht ist. Als Rheinländer muss man da natürlich ein Zeichen setzen.

Um 7:30 fahre ich dann so zu Erich und Alinda.

Alinda kommt leider nicht mit - sie hat heute andere Verpflichtungen...

Der Verkehr ist um diese Uhrzeit noch erträglich und schon um 9:00 Uhr kommen wir in der blauen Lagune an. Im Restaurant, das schon bessere Zeiten gesehen hat, sind wir zum Frühstück die ersten Gäste.

Nach dem Frühstück gehen wir schnorcheln - genial was man hier an bunten Fischen sieht.

Leider fängt es nun an zu regnen und für unsere Weiterfahrt sieht es nicht gut aus.

Sun or rain

Gegen 12:00 wagen wir es trotzdem. Es klart kurz auf...und der Regen lässt nach.

Tea to go

Allerdings kommen wir nicht sehr weit, denn der Regen wird wieder stärker. 

Zum Regen gesellt sich nun noch ein irrsinniger Verkehr auf der kleinen Küstenstraße.  Das macht so keinen Spass.

Es schüttet wie aus Eimern und wir sind gezwungen uns erst mal unter zu stellen.

Opfergaben scheinen gegen den Regen auch nicht zu helfen.

Nach einer Stunde entschliessen wir uns die Tour abzubrechen. Aber auch der Rückweg nach Sanur ist kein Vergnügen.

Zumindest sorgt der Regen für ein sattes Grün auf den Reisfeldern.

Mit einigen Unterbrechungen wegen Starkregen schaffen wir es müde aber gesund gegen 18:00 Uhr zurück nach Sanur.

Am nächsten Morgen sieht die Welt wieder sonnig aus.

Heute mache ich nichts!

Einfach relaxen und an den Strand gehen können einen Tag vollends ausfüllen.

Dort lerne ich noch einen alten Bootsmacher kennen. Er repariert gerade ein 30 Jahre altes Segelboot. 

Übrigens findet man auch hier im Wasser - wie auch am Strand - viel Plastikmüll. Und das obwohl die Strände regelmäßig gereinigt werden. Da sind die Balinesen den Franzosen einen Schritt voraus...zumindest in Lacanau sieht der Strand ausserhalb der Saison entsetzlich aus.

Plastikmüll findet man vom hohen Norden bis in den tiefen Süden unserer Welt leider überall.

Tendenz steigend...

Plastik...weltweit

Einmal eine Reise machen die "ewig" dauert. Bei der man nicht das Gefühl hat man muss die Tage mit Aktivitäten vollstopfen. 

So wie Erich und Alinda es in den letzten 4 Monaten gemacht haben.

2 Wochen sind für Bali zu kurz. Und dann wären da ja auch noch die Inseln. Lombok, Komodo etc.

Nun gut, das ist Jammern auf hohem Niveau. In Bonn arbeiten die Daheimgebliebenen und frieren was das Zeug hält.

 

Heute Abend geht es zu einem Balinesischen Feuertanz.

Es sind genaugenommen 2 Tänze die aufgeführt werden - der Legong und der Kecak Tanz (Alindas Lieblingstanz ;-) )

Lustigerweise möchte sich vor der Vorstellung fast eine ganze Schulklasse mit Alinda fotografieren lassen...

 

Die Tänze sind toll - aber fotografisch ein Albtraum. Ohne Licht kein gutes Foto.

Trotzdem hier ein paar Eindrücke, es war erheblich dunkler als es auf den Bildern den Anschein macht.

Der Kecak Tanz ist sehr rhythmisch - und versetzt die Tänzer in Trance.

Praise

Zwischen den Tänzen bleibt Zeit für Opfergaben und für die Kinder...immer zu einem Spaß bereit.

 

Den nächsten Tag nutze ich für Erkundungen der näheren Umgebung und fahre gegen Abend an den Strand.

Zuerst wird getankt und eine "Mautstelle" für den Zugang mit dem Scooter ist auch nicht weit ;-)

Diese kleinen "Tankstellen" findet man an jeder Straßenecke. Natürlich gibt es auch richtige Tankstellen, diese sind aber meistens auf den Umgehungsstraßen.

Für die Scooter ist diese Art des Tankens sehr viel einfacher. Man spart Zeit und Weg und die Betreiber verdienen ein paar Cent.

Heute ist Sonntag - und am Strand ist es ungewohnt voll. Ein reges treiben, aber alles mit Ruhe und Gelassenheit. 

Holiday

Streetphotography...pffff...

Beachphotography - das ist es!

Desire

Nun bleiben mir nur noch ein paar Tage auf Bali. 

Der letzte größere Ausflug ist schnell geplant. Wir wollen noch mal nach Ubud und dort eine Nacht verbringen. 

Wir werden dort auch Ingolf treffen. Er hat in Deutschland eine mitteralterliche Topfdreherei und verbringt nun 3 Monate auf Bali. 6 Wochen davon arbeitet er in einer Töpferei in Ubud.

Wir fahren um 8:00 Uhr morgens los. Der Verkehr - irgendwie kommt er mir mittlerweile fast schon normal vor. Nur die Abgase die man permanent an roten Ampeln einatmet - daran kann man sich nicht gewöhnen.

In Ubud ist es normalerweise etwas kühler als in Sanur. Als wir um 9:00 Uhr dort ankommen ist es allerdings schon erschreckend heiss.

Wir gehen Frühstücken und machen danach einen Abstecher in die Reisfelder.

Es wird immer wärmer...bin ich froh das ich hier heute nicht körperlich arbeiten muss.

Das denken sich die Arbeiter hier wohl auch ;-)

Take a break from the heat

In den Reisfeldern ist es wunderschön - aber die Arbeiten hier müssen enorm anstrengend sein.

Leider verschwinden auf Bali immer mehr Reisfelder und machen neuen Luxusresorts platz. 

Das schnelle vermeitlich unendlich reichende Geld lockt die Reisbauern. Aber nach ein paar Jahren ist das Geld aufgebraucht und die Familien stehen vor dem Nichts.

Keine schöne Entwicklung. Früher hat Bali Reis exportiert - heute wird Reis importiert. 

Aber die Einheimischen proben den Aufstand. Immer mehr Schilder zur Rettung der Reisfelder sieht man am Straßenrand. 

Save the fields!

Ich habe ja schon viel über unsere Fahrten mit den Scootern erzählt.

Wir schwelgen hier im Luxus...denn wir sitzen alleine auf unseren Rollern.

Auf Bali gibt es eigentlich nur 4 Kategorien von Motorrädern:

- 2 Personen-Motorrad

- 3 Personen-Motorrad

- 4 Personen-Motorrad

- Lasten-Motorrad

Seht selbst!

Wir finden eine sehr schöne und preiswerte Unterkunft für 20.- Euro/Nacht incl. Frühstück mitten in den Reisfeldern. 

Hier kann man noch einmal sehen wie viel Arbeit in die Herstellung der Opfergaben pro Tag gesteckt wird.

Wohlgemerkt - für einen Tag! Und alles in Handarbeit!


Ubud und die nähere Umgebung erkunden wir trotz Hitze und am Abend esse ich das beste Essen meines Urlaubes für ganze 3 Euro. Was für ein wundervoller Tag!

Bevor es zurück nach Sanur geht - und damit zu meinem letzten Tag auf Bali - zeigt uns Ingolf noch die Töpferei in der er die nächsten 6 Wochen arbeiten wird. 

 

Zwei Wochen Bali. 

Ich hatte eigentlich keine Ahnung was mich erwarten würde. Die Geschichten von Erich und Alinda klangen vielversprechend und haben mich letztendlich spontan die Reise buchen lassen.

In meiner Vorstellung sah ich tropische Strände, Urwälder und grün leuchtende Reisfelder. 

Letztendlich sind diese Vorstellungen auch bestätigt worden - nur nicht so vordergründig wie ich es mir vorgestellt habe.

Die ersten 2 Tage musste ich mich etwas eingewöhnen. 

Sanur ist kein hübscher Ort im klassischen Sinne. Nach den ersten 2 Tagen - und das ist sicherlich auch Erich und Alinda geschuldet - habe ich mich zu Hause gefühlt.

So, als wäre ich schon 20 mal hier gewesen.

Die erste Asienreise ist sicherlich etwas besonderes. Es ist - auch wenn ich nur einen winzig kleinen Teil gesehen habe - ganz anders als z.B. in Afrika oder der Karibik. 

Man kann sich hier mir einer unkomplizierten Leichtigkeit bewegen. Ich hatte nie ein komisches oder ungutes Gefühl. 

Die Menschen die ich kennenlernen durfte waren unglaublich nett und offen. Auch die kurzen Kontakte beim Fotografieren waren ausnahmslos positiv. 

Wie z.B. Idu - dessen Vater ich am Strand fragte ob ich ein Foto von ihm machen darf. Er erzählte mir das er seinen Sohn besuchen würde. Die Fotos hat er mittlerweile per eMail erhalten und er hat mir seine Fotos geschickt. 

 

Mit diesen letzten Fotos schliesse ich den Reiseblog "Bali 2015". 

Vielen Dank an Erich und Alinda die diese 2 Wochen zu einer fantastischen Zeit werden ließen.